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Sprachenfolge

Beschreibung
des Faches

Latein als zweite Fremdsprache
(mit Argumenten)

Latein als dritte Fremdsprache
(mit Argumenten)

Zeitgemäßer Unterricht

Projekte
(mit Galerien)

Schwerpunkt "Philosophie"

Hausarbeiten

Auszeichnungen

Schüler & Abiturienten

Schülerzahlen

Latein in der Presse

Beschreibung des Faches Latein


Fortuna, Göttin des Schicksals und des Glücks, und Minerva, Göttin der Künste und der Wissenschaften
(große Jupitersäule in Mainz)

1. Merkmale - Die charakteristischen Merkmale des Faches Latein lassen sich am besten durch einen Vergleich mit dem Fach Englisch aufzeigen. Obwohl es in beiden Fächern darum geht, eine Fremdsprache zu erlernen, gibt es doch erhebliche Unterschiede zwischen der alten und der modernen Sprache. Im Fach Englisch sollen die Schüler vor allem lernen, in der Fremdsprache zu kommunizieren (sowohl mündlich als auch schriftlich). In Latein dagegen stehen die Übersetzung und die Interpretation lateinischer Texte, also die Reflexion über das geschriebene Wort, im Vordergrund (am Anfang künstliche Texte, später Originaltexte). Die aktive Anwendung der lateinischen Sprache wird nur gelegentlich verlangt (z. B. bei grammatischen Übungen). Aus diesem zentralen Unterschied resultiert ein weiterer: Während der Unterricht im Fach Englisch überwiegend in der Fremdsprache gehalten wird, unterhält man sich im Lateinunterricht ausschließlich auf Deutsch. Hinzu kommt, dass im Lateinunterricht weder Aussprache- noch Rechtschreibeprobleme auftreten, da die Ausspracheregeln der lateinischen Sprache mit denen der deutschen Sprache weitgehend übereinstimmen und die korrekte Schreibung lateinischer Wörter nur eine untergeordnete Rolle spielt.

2. Ziele - Die Schüler sollen im Laufe ihres Lateinlehrgangs die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben:

  • die passive Beherrschung der lateinischen Sprache; hierzu gehört insbesondere die Fähigkeit, qualitativ hochwertige Texte aus der lateinischen Literatur mit Hilfe eines Wörterbuchs ins Deutsche zu übersetzen (Beispiele für Werke, die im Lateinunterricht behandelt werden: Cäsars „Gallischer Krieg“, Catulls Liebesgedichte, Ovids Metamorphosen, Senecas „Briefe über die Ethik“, Ciceros „Über den Staat“).
     
  • die Fähigkeit, Texte aus der lateinischen Literatur formal und inhaltlich mit Hilfe konkreter Aufgaben zu interpretieren.
  • Kenntnisse über die griechisch-römische Antike (Alltagsleben, politische Geschichte, Philosophie, Mythologie usw.); Kenntnisse über das Leben und Werk der wichtigsten lateinischen Autoren; diese Kenntnisse sollen den Schülern ein besseres Verständnis ihres eigenen kulturellen Umfelds ermöglichen.
     
  • die Fähigkeit, ethische, politische und literaturkritische Probleme zu beurteilen; dieses Ziel wird durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der lateinischen Literatur erreicht; der Lateinunterricht leistet also einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler.


Berittener Hilfstruppen-Soldat
(Römertage "Brot und Spiele" in Trier)

Außerdem soll durch das Erlernen der lateinischen Sprache die Fähigkeit der Schüler verbessert werden, auch mit anderen Sprachen, insbesondere mit der deutschen Sprache, sicherer und gewandter umzugehen. Im Einzelnen sollen die folgenden Fähigkeiten gefördert werden:

  • die Fähigkeit, die grammatische Struktur der deutschen Sprache zu durchschauen und Sätze, die in deutscher Sprache verfasst sind, grammatisch zu analysieren.
  • die Fähigkeit, anspruchsvolle, deutschsprachige Texte zu verstehen und auch selbst solche Texte zu verfassen.
  • die Fähigkeit, die Bedeutung deutscher Fremdwörter zu entschlüsseln.
  • die Fähigkeit, die Grammatik moderner Fremdsprachen, insbesondere der romanischen Sprachen, zu durchschauen und zu erlernen.

Dirk Candidus